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Kreisbereitschaftsleiter Möllenbrink: Hilfeleistungssystem weiter ausgebaut; Katastrophenschutz und Rettungsdienst integrale Einheit
Im Rahmen der letzten Kreisversammlung gab die Kreisbereitschaftsleitung ihren Jahresbericht ab. Kreisbereitschaftsleiter Sven Möllenbrink berichtete, dass vom DRK in 2010 über 71.705 Helferstunden in den 9 Bereitschaften geleistet wurden. Mit Engagement, Professionalität und Freude an der Tätigkeit in den verschiedenen Bereichen seien die Aktiven ehrenamtlich im Einsatz. Weit über 600 ehrenamtliche Rotkreuzler sind im Kreisverband tätig, sei es bei den Sanitätswachdiensten, den Blutspenden, der Behinderten- und Sozialarbeit, im Verpflegungs-, Betreuungs-, Fernmelde-, Rettungs- und Technischen Dienst, in der Rettungshundearbeit, im Kreisauskunftsbüro oder in der Ausbildung.
Bei der Loveparade in Duisburg war der Kreisverband mit seinem Patiententransportzug aus der Freizeit heraus alarmiert worden, fuhr mit 10 Fahrzeugen und 25 Einsatzkräften nach Duisburg und unterstützte die Bemühungen vor Ort, die Lage schnellstmöglich in den Griff zu bekommen. „Wir mussten und konnten hier zeigen, was wir in den zahlreichen, jahrelangen Stunden an Aus-, Fort- und Weiterbildung gelernt hatten. Dieses Ereignis stellte mit Sicherheit eine außergewöhnliche Belastung für unsere Einsatzkräfte dar“, so Möllenbrink. Der Landeverband änderte die Rahmenrichtlinie Sanitätsdienst und passte sie den nach dem Ereignis in Duisburg erhöhten Anforderungen an Sanitätswachdienste an.
Im Zuge der Migration der Einsatzeinheiten im Land NRW musste der Kreisverband im letzten Jahr seine Einsatzeinheit in Nettetal auf Wunsch des Landes auflösen, da diese nicht in das Konzept des Landes fiel, nur 4 Einsatzeinheiten in einem Kreis oder kreisfreien Stadt vorzuhalten.
Im Mai diesen Jahres konnte die Feuerwehr in Viersen den Abrollbehälter für den Verletzten-Dekontaminationsplatz NRW entgegennehmen. Dieses mittlerweile fünfte Einsatzkonzept des Landes Nordrhein-Westfalen beschäftigt sich mit der Abarbeitung eines Massenanfalls von kontaminierten Verletzten bei Einsatzlagen mit Freisetzung von ABC-Gefahrstoffen zur Vermeidung von Verschleppung in Krankenhäuser. Verbunden mit der Auslieferung des Abrollbehälters war die Erstellung eines Einsatzplanes, wie der Kreis Viersen dieses Konzept umsetzt. Der Kreisverband wird hier mit Rettungssanitätern, -assistenten und Notärzten mitwirken und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr weiter intensivieren. Derzeit ist der Kreisverband mit 72 Einsatzkräften im Behandlungsplatz, 39 Kräften im Betreuungsplatz und 25 Helferinnen und Helfern im Patiententransportzug in der landesweiten und überörtlichen Hilfe eingebunden.
Für das DRK ist die Mitwirkung bei der Sicherstellung einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und wohnortnahen notfallmedizinischen Versorgung der Bevölkerung eine zentrale Aufgabe und ein besonderes gesundheitspolitisches Anliegen. Das Rote Kreuz ist in NRW seit vielen Jahrzehnten im Rettungsdienst neben Feuerwehren, den Kommunen, den anderen Hilfsorganisationen und einigen privaten Unternehmen eingebunden. „Hierbei greifen wir auf qualifiziertes, erfahrenes und motiviertes hauptamtliches Personal zurück und binden ebenso qualifizierte wie hochmotivierte Ehrenamtliche ein“, so Möllenbrink. „Dies stellen wir derzeit auf den Rettungswachen Willich und Kempen sicher und vernetzten dabei den Rettungsdienst mit unseren weiteren Versorgungsstrukturen der medizinischen Gefahrenabwehr. Wir verstehen hierbei den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz als integrale Einheit. Wir sind zwar kein Rettungsdienstträger, wirken aber dennoch sowohl mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Rettungskräften mit. Gerne bietet der Kreisverband seine Leistungen und Erfahrungen seiner Tätigkeiten in Willich und Kempen den anderen Kommunen an“.
Möllenbrink dankte den Ehrenamtlichen für Ihre Engagement, der Feuerwehr, den befreundeten Hilfsorganisationen und seit neuestem auch der Bundeswehr, dass das Rote Kreuz im Kreis Viersen bei seinen Partnern ein gern gesehener Gast und in den vielen Gesprächen auch ein verlässlicher Partner ist.
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